«Wer sich in der Natur bewegt, wird mit einem viel besseren Gefühl und echter Zufriedenheit belohnt»
616 Personen haben am MOVING MAY teilgenommen. Darunter auch Beat von der Dienststelle Informatik, der mit seinen 1,15 Millionen Schritten auf einem Spitzenplatz landete. Hier erzählt er, was ihn motiviert hat und welche Tipps er anderen gibt.
Beat, du hast beim MOVING MAY genau 1'152'261 Schritte gemacht. Gratulation! Was war dein Hauptantrieb, um mitzumachen?
Seit der Lancierung vor drei Jahren nehmen wir als kleines Team von zwei Kolleginnen und mir am MOVING MAY teil. Für uns war schnell klar, dass wir auch dieses Jahr wieder mitmachen möchten, da uns die Aktion motiviert, zusätzliche sportliche Aktivitäten in unseren Alltag zu integrieren.
Hattest du während des Monats je Zweifel, das Ziel von 10'000 Schritten pro Tag zu erreichen?
Nein, grundsätzlich hatte ich keine Zweifel, das Ziel zu erreichen. Aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen beiden Jahren wusste ich, dass es machbar ist. Dennoch dachte ich zu Beginn des Monats, dass es an einzelnen Tagen knapp werden könnte und ich die 10'000 Schritte vielleicht nicht immer erreichen würde.
Wie sah deine Taktik aus? Hast du zum Beispiel jeden Morgen eine Joggingrunde gedreht?
Eine eigentliche Taktik hatte ich anfangs nicht. Am 6. Mai absolvierte ich erstmals keine sportliche Aktivität. Das motivierte mich, mir ein persönliches Ziel zu setzen: Jeden Tag mindestens eine sportliche Einheit zu absolvieren – seien es 60 Minuten Joggen, 120 Minuten Rennrad- oder Mountainbikefahren, 15 Wanderleistungskilometer oder Vereinssport. Ich war gespannt, wie mein Körper auf diese tägliche Belastung reagieren würde und ob ich die Herausforderung bis Ende Monat durchziehen werde. Rückblickend hat es bestens funktioniert. Im Mai absolvierte ich sogar zwei Halbmarathons und fuhr, wie gewohnt bei trockenem Wetter, zweimal pro Woche mit dem Rennrad zur Arbeit.
Der Mai war teilweise kühl und unbeständig. Wie hast du dich motiviert, weiterzumachen?
Das wechselhafte Wetter war für mich kein grosses Hindernis. Ich plante jeweils am Sonntagabend meine sportlichen Aktivitäten anhand der Wetterprognosen und versuchte, Lauf- und Rennradeinheiten möglichst abwechslungsweise zu absolvieren. Diese Struktur half mir, konsequent dranzubleiben.
Hat sich die tägliche Dosis Bewegung auf deine Arbeit ausgewirkt?
Einen direkten Zusammenhang habe ich nicht jeden Tag bewusst wahrgenommen, aber insgesamt hatte ich schon das Gefühl, ausgeglichener und fokussierter zu sein. Meine Energie über den Tag hinweg war stabiler und ich fühlte mich mental frischer, was mir im Arbeitsalltag geholfen hat.
Hat die Aktion die Dynamik in deinem Team verändert? Gab es beispielsweise gemeinsame Spaziergänge in der Pause oder einen kameradschaftlichen Konkurrenzkampf?
Wir haben uns während des Monats gegenseitig angespornt und uns ab und zu über unsere Fortschritte ausgetauscht. Zwar gab es keine gemeinsamen Aktivitäten, doch die Idee ist bereits entstanden: Beim nächsten Mal möchten wir als Team mindestens einmal zusammen etwas unternehmen, beispielsweise eine Wanderung.
Du warst viel unterwegs. Hast du dabei auch neue Orte entdeckt?
Nein, wirklich neue Orte habe ich nicht entdeckt. Dennoch habe ich die Natur im Mai sehr intensiv erlebt, da sie in dieser Zeit besonders vielfältig ist. Besonders bei meinen Spaziergängen im Wauwilermoos konnte ich diese Eindrücke gut geniessen.
Nun hat der Sommer begonnen. Bleiben die Joggingschuhe jetzt an oder freust du dich darauf, die Beine auch mal wieder hochlegen zu können?
Ich habe mich schon auf den 1. Juni gefreut, werde aber nicht komplett pausieren. Ich plane weiterhin vier sportliche Aktivitäten pro Woche, da Sport seit meiner Jugend ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist.
Welchen Tipp gibst du Kolleginnen und Kollegen mit, die dieses Jahr das Ziel vielleicht nicht erreichten oder nächstes Jahr zum ersten Mal mitmachen wollen?
Oft ist es verlockender, gemütlich zu Hause zu bleiben, statt sich draussen zu bewegen. Doch genau dieser Schritt lohnt sich: Wer sich in der Natur bewegt, wird mit einem viel besseren Gefühl und echter Zufriedenheit belohnt. Wer Mühe mit der Selbstdisziplin hat, dem rate ich an einem fixen Tag mit Kolleginnen oder Kollegen eine gemeinsame Aktivität auszuüben.