«Ich wurde sehr gut unterstützt» – auch dank ihrer Offenheit geht es Andrea nach ihrer Krankheit besser


Bei Andrea wurde metastasierter Brustkrebs festgestellt. Die Behandlung war intensiv. Ihre Offenheit half ihr und ihrem Umfeld, besser mit den Folgen umgehen zu können.
 

Schon als Andrea zum Arzt ging, wusste sie, dass etwas nicht stimmt. Trotzdem erschrak sie, als der Arzt ihr mitteilte, dass es nähere Abklärungen brauche. Schliesslich herrschte Klarheit: Metastasierter Brustkrebs.

Die Diagnose bedeutete nicht nur Chemotherapie, sondern auch eine Immuntherapie für den Rest ihres Lebens. Während der Chemo ging es der Mitarbeiterin des Kantons Luzern schlecht, sie hatte viele Nebenwirkungen, wie sie im Gespräch erzählt. Doch glücklicherweise schlug die Therapie rasch an. «Ich hatte das Gefühl, ich könne sehr schnell wieder zurück in den Alltag.»
 

 

Wenn die Tagesenergie aufgebraucht ist, leidet sie

Trotzdem wusste sie, dass künftig nicht mehr so viel drin liegen würde. «Die Folgeschäden spüre ich heute noch.» Die Tagesenergie ist kleiner. Wenn diese aufgebraucht ist und sie zu viel macht, leidet sie. Eine Herausforderung ist für Andrea, «dass ich nicht ganz die Kräfte habe, die ich gerne hätte und dass man das von aussen nicht sieht». Wenn sie sich unter Leute mischt, dann reisst sie sich zusammen. «Dafür kommt danach die Erschöpfung meistens umso stärker», erklärt sie.

Wichtig war für Andrea die Hilfe des Case-Managements der Fachstelle Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) des Kantons Luzern. Die Verantwortlichen informierten Andreas Vorgesetzte immer in vorheriger Rücksprache mit ihr über ihren Zustand. «Für mich war es wichtig, offen zu sein», sagt Andrea. Das half ihren Vorgesetzten, sie zu begleiten.
 

«Jetzt muss ich nach vorne schauen»

Andrea hat heute manchmal damit zu kämpfen, dass sie nicht mehr so viel Leistung erbringen kann wie früher. Sie lässt sich davon aber nicht unterkriegen: «Ich habe gemerkt, dass ich es nicht mehr rückgängig machen kann.» Ihr half es, darüber zu sprechen. Sie lernte, mit den Folgen zu leben, mit allen Höhen und Tiefen. «Und dann musste ich mir sagen, dass ich jetzt nach vorne schauen muss. Ich kann nicht mehr zurückspulen.»

Sie ist dankbar für die Hilfe, welche sie in all diesen Jahren erhalten hat: Von ihrer Familie, dem Kanton Luzern als Arbeitgeber, von den Ärztinnen und Ärzten. «Ich wurde sehr gut unterstützt», sagt sie. Und: «Ich habe Glück gehabt, dass ich die richtigen Leute um mich hatte.»

 

Danke vielmals, liebe Andrea, dass du uns deine Geschichte erzählt hast.